Der Wunsch eine gemeisame Ausstellung mit meiner Tochter Marie Rurecht-Wimmer  zu organisieren entstand schon vor längerer  Zeit…….. Drei weitere Mütter mit ihren ebenfalls kunstschaffenden Töchtern ( Helga Schager/Oona Valarie, Monika Migl Frühling/Terri Frühling/Sophie Frühling, Veronika Merl/Valerie Merl ) sind begeistert auf diese Idee aufgesprungen. Das Projekt begann mit einer  etwa zwei jährigen  work-in progress-Phase, die einen spannenden Dialg zwischen den Künstlerinnen an den Tag brachte.

Die Mütter haben vieles erfahren, z.B. wie die Töchter ihre Kindheit in einer KünstlerInnen- Familie wahrggenommen haben…..was haben sie als Vorteil, was haben sie als Nachteil empfunden. Bei einigen war die Ablehnung zur Kunst-zu einem Künstlerinnen- Dasein über längere Zeitspannen sehr ausgeprägt…….

In der Umsetzungsphase der Ausstellung wurden einige gemeinsame Projekte angedacht, ausgearbeitet, wieder verworfen, neues entwickelt……

Ein grosser Teil des Dialoges zwischen Müttern und Töchtern passierte hinter den Kulissen und „Ausgesuchtes“ manifestierte sich dann als Kunstdialog ( Bilder, Objekte, Video…..) in dieser Ausstellung.

 

 

Obdach: Recycling Glas

Decke: Kohlestift auf  Büttenpapier/Steinzeug

 

 

 

 

fundstelle

Unsere Augen liegen ganz nah an unseren Gedanken.

Man könnte sagen unsere Augen  sind in sie eingebettet. Deshalb beeinflussen unsere Gedanken unaufhörlich unsere Pupillen. So sehen wir diese Welt immer nur durch unseren persönlichen Gedankenraster.

Gleiche Situationen, gleiche Dinge sehen wir unterschiedlich. Manchmal sehen wir mehr manchmal weniger.

Selten oder nie alles.

Stifter und der Böhmerwald

Projektbeschreibung:

Ein mögliches Gedankenschema Adalbert Stifters besteht aus drei Informationen. Die Informationsträger  sind drei Kissen. Auf einem Kissen ist ein Bild von ihm selbst-gelb umrandet, auf dem zweiten Kissen ist ein Bild seiner Frau-auch gelb umrandet und auf dem dritten Kissen steht ein Satz-pink umrandet. Der Satz stammt aus einem Brief, den Stifter an seine Jugendliebe Franziska Greipel zwei Jahre vor seiner Ehe mit Amalia geschrieben hat und der lautet:

Je weiter zur Vermählung hin ich es mit Amalien kommen ließ, desto unruhiger und unglücklicher ward ich…….

Die drei viereckigen, bunten Umrandungen der Infomationen auf den Kissen ergeben für sich  ein Muster. Dieses „Gedankenmuster“ wird über ein Video gelegt, das den Böhmerwald zeigt und verdeckt hier teilweise die Bildfläche. Man sieht nie alles……

 

S

Gemeinschaftsausstellung mit: Helga Schager(Kuratorin), Terri Frühling, Dana Jarabek, Veronika Merl, Monika Migl-Frühling, Kazuko Miyamoto, Toki Ozaki, Charlotte Wiesmann

 

Keine Zeit für die längst fällige Schönheits OP? Obwohl Sie wissen, wie wichtig jugendliches Aussehen in der Öffentlichkeit für ihren Erfolg ist?
Das Verklebesystem „TAKE A TAPE“ bietet eine effektive Lösung für dieses Problem.
In einer Fotoserie wird eine einfache Anwendungsmöglichkeit gezeigt. Das Schönheitssystem kann vor Ort auch gekauft werden. Im  Mittelpunkt dieser Arbeit steht die komisch-tragische Sehnsucht nach dem Erfolg, der sich um jeden Preis über die Hierarchie von jugendlicher Schönheit und Dynamik definiert.

 

 

 

 

 

Rauminstallation EIN KURZER SATZ 5 Teile a` 270cm x 200cm

 

Wir kommen uns immer näher“ ein kurzer Satz, in dessen Spannungsfeld das Wort „Wir“ sehr essenzielle Bedeutungen bekommt.

Wir als Weltbevölkerung wachsen täglich um ca. 200 000 Menschen, so ist unser „näher kommen“ eine reale, unaufhaltsame Tatsache.

Wir als 6,41 Milliarden Einzelpersonen haben aber auch noch jeder und jede für sich einen sehr individuellen, emotionalen Zugang zu diesem Prozess des „Sichnäherkommens“. So prägen und begleiten uns 6,41 Milliarden unterschiedlicher Gefühle, zwischen Angst und Hoffnung auf diesem unserem gemeinsamen Weg zum Wir.

Die Übersetzung in verschiedene Sprachen unterstreicht die globale Verbindlichkeit dieses Satzes, die zusätzlichen Spiegelflächen auf zwei der Tafeln bringen den Aspekt der momentanen Bewegung ins Blickfeld des Betrachters, Passanten e.c.t.

 

 

 

 

Dieses Objekt besteht aus Lehmerde (Brennhöhe 1.245°C, Feldspatglasuren), die in der Nähe von Kleinzell im Mühlviertel bei Geoposition N 48°27`20“ – O 13°57`5“ aus ca. 40 cm Tiefe geholt wurde.

Während des Arbeitsprozesses wurden die speziellen Eigenschaften und Dynamiken dieser Erde, entstanden aus ihrer Millionen Jahre langen Entwicklung, respektiert und geachtet.

Die Erde ist ausgegraben, die Erde steht im Mittelpunkt.

 

 

Fired at 1245° C with a feldspathic glaze, this object is made of loam that was found near Kleinzell im Mühlviertel at the geographic position of N 48° 27`20” – O 13° 57` 5” at a depth of about 40 cm.

The special features and the dynamics of this soil, the result of millions of years of existence, were treated with respect and esteem.

The soil has been dug up, the earth takes the stage.

 

 

Beitrag zur 7. Internationalen Keramikbiennale der Stadt Kapfenberg 2011

35 x 45 cm

Das ewige Problem mit der kritischen, subjektiven Wahrnehmung der eigenen Person ist das primäre Thema dieses Projektes.

Zwei körpergroße Spiegel, einer konvex und einer konkav schaffen die Möglichkeit einer interaktiven Auseinandersetzung mit dem eigenen, irrealen Spiegelbild. Das reale, mitunter unzufrieden machende Bild des Körpers, der Mimik des Gesichtes, wird in diesen Spiegeln maßlos überzeichnet und dadurch auf eine ungewohnte Weise ästhetisch.

Das Spiel mit den Spiegelbildern ist uralt und doch in jedem Augenblick einmalig neu.

Zwei rote Teppiche liegen vor den Spiegeln. So kann man richtig feierlich auf seine verzerrten Körperbilder und Fratzen zuschreiten und an deren Hässlichkeiten seinen Spaß haben.

 

miss III

 

miss II

 

spiegelbild

 

installation: wandobjekt durchmesser pro scheibe ca 37cm, figuren 32cm , textilkissen

engobiertes steinzeug 2011

 

 

 

 

 

 

bild: tusche, acryl, blattgold  75cmx55cm 2010

becher: getöpferter mühlviertler lehm,  h ca 16cm  2011